Hat künstliche Intelligenz ein Bewusstsein?

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Während meines Studiums der Informatik, in den 1980er Jahren, hatte ich die Aufgabe in einem Seminar zum Thema Philosophie der Wissenschaft einen Aufsatz darüber zu schreiben, wie die Künstliche-Intelligenz (KI) den Menschen überflüssig macht. 


Meine Professorin wollte selbstverständlich den Turing-Test von mir als Beweis dafür ausgelegt wissen. Da ich als Kind in der afrikanischen Savanne aufgewachsen bin und intensiv von Naturvölkern beeinflusst war, konnte ich dem nicht zustimmen. Meine Begründung war, dass ein Computer keine Seele hat, wie ein Mensch. Diese Aussage brachte mir eine sehr schlechte Note ein und ich war ziemlich beleidigt deswegen.


In den letzten 40 Jahren wurden in der #KI beachtliche Fortschritte erzielt. Die Frage, was Bewusstsein ist, ist nach wie vor offen und der Begriff Seele auch. Der Streit zwischen diesen beiden Lagern vergrößert sich.

#Bewusstsein beinhaltet die Fähigkeit, sich selbst und die Umgebung wahrzunehmen. KI-Systeme können Aufgaben erledigen, aber ihnen fehlt die subjektive Erfahrung, die zum Bewusstsein gehört.

KI-Systeme nutzen Algorithmen, um Daten zu verarbeiten, aber sie handeln innerhalb ihrer programmatischen Struktur und haben keine eigenen Absichten oder Wünsche. Sie können keine Emotionen empfinden oder subjektive Erfahrungen machen. Auch wenn sie eine Emotion simulieren können, so halte ich das nicht für das gleiche.

Auf meiner Fahrt durch das Silikon Valley kürzlich, da kamen mit die Billboards mit den Namen von neuen Startups, die von KI gepowert werden, entgegen. Auch das HeartMath Institute hat seinen Sitz hier und hat überraschende Studien und Experimente zu menschlichem Bewusstsein vorgelegt.

Ich möchte hier keine alte Diskussion wiederauflegen. Die neue Diskussion, die zum Beispiel von Salim Ismail, dem Mitbegründer der Singularity University angestoßen wurde, die finde ich viel relevanter. KI ist ein mächtiges Werkzeug. Wenn du es nicht für dich nutzt, dann wird dein Konkurrent einen Wettbewerbsvorteil haben. Es gibt schließlich die Möglichkeit, dass eigene Bewusstsein mit dem Tool KI gemeinsam zu nutzen. Mit dem richtigen Sinn und Zweck, den nur ein Mensch für sich selbst empfinden kann, ergibt das was größeres Ganzes. Hier kommt die Ethik ins Spiel.

Auch das lebenslange Lernen, um die nötigen Skills zu erlernen und kritisch zu hinterfragen, das wird relevant. In dem Post von Prof. Dr. Yasmin Weiß gibt es dazu eine interessante Diskussion in den Kommentaren.

Die #Komplexität des Digitalzeitalters ist eher wie der tropische Regenwald, wie Dave Snowden es in seinem Cynefin Framework benennt. Ich beziehe mich gerne auf die afrikanische Savanne, da ich mich damit besser auskenne. Um sich als Großstadtkind im Busch zu bewegen, dazu reicht es nicht, ein wenig zu lernen, wie für eine Prüfung. Ich würde dies eher als die Überwindung einer inneren Kluft bezeichnen. Hierbei können wir Menschen uns gegenseitig unterstützen und Lerngemeinschaften bilden.