Problemaufstellungen

Die Aufgabe

Ein Softwaresystem mit all seinen Komponenten, Sub-Systemen, Benutzern, Entwicklern, Autoren, Testern und weiteren Bestandteilen, stellt eine Komplexität dar, die wir in seiner Ganzheit nur schwer erfassen können. Probleme tauchen auf und äußern sich darin, dass der Projektfortschritt nicht wie gewünscht stattfindet. Hier sind wir an einer Lösung interessiert, die dem Projekt den Impuls für den nächsten guten Schritt gibt, um den Projektablauf wieder in Fluss zu bringen.

Die Methode

Problemaufstellungen sind systemische Strukturaufstellungen, die von Prof. Matthias Varga von Kibéd und Insa Sparrer entwickelt wurden. Die Problemaufstellung eignet sich besonders gut, für die Lösungsfindung, die bei der Softwareentwicklung auftreten, weil die Symbole, die hier verwendet werden, den formalen Strukturen bei der Softwareentwicklung sehr entgegen kommen. Eine Person hat ein Anliegen und stellt dies auf. Die Teile, die zu dem Problem gehören, werden aufgestellt. Dies sind:

Fokus – Der Problemträger.

Ziel – Ohne Ziel gibt es kein Problem.

Hindernisse – Die Hindernisse halten den Fokus vom Ziel fern.

Ressourcen – Wir gehen davon aus, dass alle benötigten Ressourcen zur Verfügung stehen.

Gewinn – Dies ist der Nutzen, der dadurch entstand, dass das Problem noch nicht gelöst ist.

Zukünftige Aufgabe – Wenn das Ziel erreicht ist, dann gibt es danach eine neue Aufgabe, die es dann zu verwirklichen gilt.

Vor der Aufstellung muss die Person, die das Problem hat, die sechs Teile mit Hilfe des Aufstellungsleiters herausarbeiten. Wenn das Problem mit Hilfe von Personengruppen aufgestellt wird, dann kann dies auch als verdeckte Aufstellung geschehen und es kann mit den abstrakten Begriffen für die Teile der Aufstellung gearbeitet werden. Die Problemaufstellung ist ein sehr wirksames Diagnosetool.